Fast 100 Jahre Musikgesellschaft "Vispe" | |
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Eine lange Geschichte |
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Schon seit 1909 spielt die "Vispe" in Visp auf. Kein Wunder, dass sich in dieser Zeit einiges an Geschichten, Gerüchten und Anekdoten angesammelt hat. Die Chronik ermöglicht einen Blick zurück in fast 100 Jahre Vereinsgeschichte der Musikgesellschaft "Vispe" in wechselnder Zeit. |
Die Anfänge der Visper Blasmusik |
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Wann in Visp das frohe Spiel der Blechmusik erstmals erklang, lässt sich dem Jahre nach nicht genau festnageln. Aus überlieferten Schriftstücken steht fest, dass seit 1835 in Visp eine Blechmusik bestand, welche die Musikgesellschaft aus Vispach genannt wurde. Sehr schreibselig waren die alten Musikanten offenbar nicht, denn kein Protokollbuch und keinerlei schriftlicher Bericht gibt uns Kunde vom Jahre, da sie sich unter dem Schutz der Patronin zusammenschlossen. Von einer schönen, alten, sehr gut erhaltenen Fahne her wissen wir: "Musikgesellschaft Cäcilia,
gegründet 1872". |
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Die Gründung der "Vispe" |
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Mitten im Sommer, am 18. Juli 1909, fanden sich die vom Initiativkomitee Eingeladenen im Saal des Hotel "Soleil" (heute La Poste) ein. Die Gründung wurde beschlossen und das Komitee mit der Ausarbeitung der Statuten beladen. Es bestand aus den Herren:
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Anfang und Aufbau |
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Die Proben begannen unter der Leitung von Alfred Kuonen aus Salgesch am 9. Dezember 1909. Vorerst musste man sich mit alten, geliehenen Instrumenten begnügen, doch schon am 9. Januar 1910 wurde die Neuinstrumentierung der Firma Hirsbrunner in Aarau in Auftrag gegeben. Der Verein
gedieh und erstarkte. Das Hauptverdienst daran hatte Edgar Müller, der Präsident. Er hielt seine Musikanten stramm im Zügel, forderte Einsatz und Disziplin, konnte blitzen und donnern, wenn es nötig war. Niemand wagte eine Widerrede, doch trotz seiner Strenge liebten und schätzten die Musikanten ihren Präsidenten, denn sie wussten, dass er das Rückgrat des Vereines war. |
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Schwierige Jahre (1935-1945) |
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Die unstabile Wirtschaftslage und der befürchtete Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wirkten sich hemmend auf das Vereinsleben aus. Der schwache Probenbesuch und das ungenügende Interesse verursachten weitere nachteilige Auswirkungen auf die Güte der Musik. Mit viel Idealismus und grosser Energie versuchte der neue Präsident Armand Furger mit seinem Komitee, diesen Problemen entgegenzuwirken. Zwischen 1936 und 1939 bis zum Ausbruch des Krieges konnten regelmässig die Jahreskonzerte durchgeführt werden. |
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Die erste Uniform |
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Nach dem Kriegsende setzten sich auch die Anhänger der Unformierung durch. Am 14. September 1947, zeigte sich die „Vispe“ als erstes uniformiertes Corps im Oberwallis der Bevölkerung und den Behörden in einem Marsch durch die Ortschaft und einem Konzert auf dem Kaufplatz, mit anschliessender bescheidener Feier im Restaurant Marktplatz. |
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Die erste professionelle Direktion |
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Die GV vom 12. Dezember 1946 brachte der ganzen Ortschaft und damit auch der „Vispe“ eine bedeutungsvolle Wendung. Sie trat ein mit der Wahl des konservatorisch voll ausgebildeten Direktors Leo Steinmann zum Dirigenten aller musikalischen Ortsvereine. Die in Steinmann gesetzten Erwartungen erfüllten sich vollauf. Mit jugendlichem Temperament und gutem pädagogischen Geschick spornte er die Musikanten zu immer gediegeneren Leistungen an. Der Erfolg blieb nicht aus. Die Jurys des Oberwalliser Musikfestes in Ried-Brig vom 21. Mai 1950 bemerkte, die von der „Vispe“ gespielte Overtüre „Caprice“ sei das Beste gewesen, was sie zu hören bekam. |
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Der Grundstein der heutigen "Vispe" |
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Erstmals nahm die "Vispe" 1971 am Eidgenössischen Musikfest in Luzern teil. Mit der Verpflichtung von Dirigent Karl Salzgeber im Jahre 1972 wurde der Grundstein für die heutige "Vispe" gelegt. Das Korps, welches bis Mitter der 70er Jahre ausschliesslich aus Blechblasinstrumenten bestand, wurde systematisch zu einer Harmoniemusik erweitert. Regelmässig nahm die "Vispe" an den Eidgenössischen Musikfesten teil und feierte viele Erfolge. So feierte die "Vispe" an den "Eidgenössischen" in Lugano 1991 und Interlaken 1996 den Schweizermeister-Titel in der Marschmusikkonkurrenz in der 1. Stärkeklasse. Anfang der 90er Jahre bestand der Verein aus über 80 Aktivmitgliedern! |
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Die "Vispe" heute |
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Die Förderung der Jungmusikanten ist heute ein wesentlicher Bestandteil im Vereinswesen. In der Jugendmusik "Vispe" werden die Jungmusikanten in die Blasmusik eingeführt und bilden somit die Zukunft der "Vispe". Die "Vispe" ist heute ein modernes Blasmusikcorps, das neben der traditionellen Blasmusik moderne Werke für Blasorchester aufführt. Diese werden in den traditionellen Weihnachts- und Jahreskonzerten aufgeführt. Natürlich wird auch die Kameradschaft rege gepflegt. Mit Probeweekends und jährlichen Anlässen wie Ausflügen und Familienevents werden die Bande zwischen den Mitgliedern gefestigt. |



















FAST 100 JAHRE

